Hitze in Kona: Warum fünf Tage Akklimatisation nicht reichen

Shownotes

🌡️ Es geht nicht um die Lufttemperatur. In dem Index, mit dem Hitzebelastung gemessen wird, zählt sie zu zehn Prozent. Siebzig Prozent entscheiden darüber, ob dein Schweiß überhaupt verdunsten kann.

⏱️ Nach fünf Tagen hatte sich nichts bewegt. Weniger Puls, mehr Schweiß, niedrigere Ruhetemperatur — alles da. Die Belastbarkeitsgrenze lag exakt auf dem Ausgangswert.

📉 Die Anpassung wird besser, nachdem du aufhörst. Der stärkste Effekt zeigte sich erst vier bis acht Tage nach der letzten Hitzeeinheit.

🌋 Und was das für Kona heißt: Akklimatisation verschiebt deine Grenze um rund zwei Grad. Kona liegt darüber.

Du akklimatisierst dich nicht, um die Hitze auszuhalten. Du akklimatisierst dich, um langsamer in sie hineinzulaufen.

🎙️ Viel Spaß mit dieser Folge von JUNKMILES.


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00:00:24: Und herzlich willkommen zu einer neuen Episode des Junkmalz Podcasts.

00:00:30: Noch zweimal schlafen, dann ist Samstag und die wichtigste Triathlon-Nacht des Jahres, denn es findet statt der Iron Man auf Hawaii!

00:00:40: Wenn ihr genauso gespannt seid wie ich auf das was uns am Samstag erwartet, dann seid ihr wahrscheinlich auch schon irgendwie Ja, ein kleines bisschen mitten drin in der Vorberichterstattung.

00:00:50: und wer startet denn alles?

00:00:52: Und überhaupt wie könnte das Rennen denn ausgehen.

00:00:54: Das ganze Rennen bietet ganz viel Gesprächs- und Diskussionspotenzial, wie ich finde.

00:01:00: Und möglicherweise stehen wir ja fast schon jedes Jahr aufs Neue vor einer der spannendsten Ausgaben überhaupt.

00:01:08: Aber ich glaube dieses Jahr ist es wirklich echt ganz besonders eine ganz besondere Dichte im Feld Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen, deswegen schauen wir mal wie das ganze am Samstag ausgeht.

00:01:21: Und Achtung steile These!

00:01:24: Die Hitze ist gar nicht so ein großes Problem.

00:01:28: Ja ich gebe dir im Ganzen mal kurz ein bisschen Raum und hear me out was ich dazu zu sagen habe.

00:01:36: Und zwar meine ich das durchaus ein Stückchen ernst.

00:01:40: natürlich kommt jetzt gleich einen Komma-und aber keine Frage.

00:01:46: Aber worauf ich hinauswähle ist eigentlich, dass wenn man sich die reinen Temperaturen, Lufttemperaturen in Kailua-Kona anschaut.

00:01:56: Dann darf man ganz getrost sagen das die reine Lufttemperatur jetzt wahrhaftig gar nicht das ganz große Problem is'.

00:02:07: Wir kennen es mittlerweile aus Veranstaltungen wie Frankfurt beim Ironman Frankfurt dieses Jahr Ende UNO.

00:02:12: Da waren es gefühlt, nicht nur gefühld sondern auch gemessen ja um die vierzig Grad sogar.

00:02:18: Und das sind eigentlich Temperaturen, die wir in Kailua-Kona so am Rentag zumindest auf dem Papier nicht unbedingt erreichen.

00:02:27: und warum ich da drauf komme ist dass natürlich uns allen trotzdem vollkommen klar ist, dass dieses Rennen wahnsinnig besonders ist!

00:02:35: Nicht nur weil's die Weltmeisterschaft isst, klimatische Bedingungen mit sich bringt, die man wirklich von nirgendwo her sonst so kennt.

00:02:49: Also ich darf das selber aus eigener Erfahrung sagen... Ich bin ja schon das ein oder andere Mal da gewesen und es ist jedes mal aufs Neue ehrlicherweise wieder.

00:02:57: besonders weil selbst wenn man hier in Mitteleuropa einen heißen Sommer erlebt hat dann denkt man, man wäre irgendwie okay gut darauf vorbereitet.

00:03:07: und trotzdem ist es gerade so in den ersten Tagen vor Ort dann doch immer so, dass man ja immer wieder eigentlich überrascht ist wie besonders die Bedingungen da sind.

00:03:15: Und auch je nachdem wo man sich aufhält – gerade Big Islands hat ja alleine mehrere Klimazonen – ist das eine Geschichte bei der man immer wieder aufs Neue ein Stück weit beeindruckt davon ist, wie sich letztendlich das Klima.

00:03:34: Und ich komme da drauf, weil das natürlich eine Sache ist bei der wir bedenken müssen.

00:03:37: Dass wir in diesem Klima und bei dieser Hitze und auch bei dieser Luftfeuchtigkeit und allem was dazugehört letztendlich am Rennentag die bestmöglich volle Leistungsfähigkeit abrufen müssen.

00:03:50: Um das machen zu können braucht es an die Bedingungen vor Ort immer eine gewisse Akklimatisation.

00:03:59: ohne die kann es nicht funktionieren.

00:04:03: Ich komme heute mit einer kleinen Studie, die würde ich euch gerne mitgeben als quasi Aufmacher dafür.

00:04:10: Und diese Studie hat nichts zu tun mit dem Iron Man auf Hawaii.

00:04:15: Kommt nicht mal aus der Sportwissenschaft ist aber eine wie ich finde total interessante Studie... ...die man super ranziehen kann um so gewisse Grundlagen der Akklimatisation überhaupt erstmal zu greifen und festzuzurren in irgendeiner Form.

00:04:32: Die Studie über die ich rede Dies erschien im Journal of Applied Physiology, also durchaus ein richtig gutes Journal von den Kollegen Vanden, Bogart und mehr.

00:04:45: Und auch mit dabei im Übrigen als Autor ist Hein Dannen der, ich glaube man darf sagen er ist Thermophysiologe an der Universität in Amsterdam.

00:04:55: Das ist so in Bezug auf Thermophysisologie, Akklimatisation wahrscheinlich eines der meist zitiertesten Wissenschaftler, die es in dem Bereich so gibt.

00:05:07: Und diese Studie, die ich hier gerne anbringen wollen würde hat letztendlich wie eben schon gesagt eigentlich erstmal gar nichts mit im Sport zu tun.

00:05:15: Die lautet nämlich the effect of heat acclimation on critical environmental limits and rate-of-rectile temperature change also rectal.

00:05:28: Mit anderen Worten ist das am Ende des Tages eigentlich eine Studie, die sich primär zumindest mit Arbeitsschutz beschäftigt.

00:05:37: Ihr könnt euch grob vorstellen wir haben zwei ganz große Bereiche in denen Temperaturen klimatische Bedingungen eine ja sowieso schon groß und immer größer werdende Rolle spielen nämlich erstens alles was so mit dem Alltag zu tun hat im Zeit in Zeiten des Klimawandels der ansteigenden Temperaturen und zweitens den Bezug auf den Arbeitsschutz.

00:05:59: Es gibt Arbeitsplätze, die sind nicht so entspannt wie meiner hier oder vielleicht auch eurer, vielleicht aber auch nicht, sondern es gibt natürlich genügend Arbeitsplätzen in denen den Punkt Arbeitsschutze und Co.

00:06:09: darauf geachtet werden muss, wie letztendlich die Bedingungen vor Ort so sind.

00:06:15: Damit beschäftigt sich diese Studie und schaut sich da letztendling auch Regeln des Arbeitsrechts an.

00:06:26: mit der menschlichen Anpassungsmöglichkeit, die wir haben an eben Hitze Luftfeuchtigkeit luftdichte und Co.

00:06:33: Klingt vielleicht gar nicht so spannend jetzt zumindest mal von der reinen Studie aber die bringt ganz viele Erkenntnisse damit auch für den sportlichen Alltag Und ich versuche das Mal bestmöglich zu übersetzen.

00:06:45: also fangen wir Vielleicht Einfach Mal Ganz Kurz an Mit So ein paar Grundlagen Die Wir Haben Wenn wir an hitze Denken oder an äußere Umstände denken, ich versuche es möglichst allgemein zu formulieren.

00:06:56: Dann kann man ganz grundsätzlich sagen, dass unser Körper vier Eigenschaften hat damit umzugehen.

00:07:02: und diese vier Eigschaften sind namentlich genannt einmal die Konvektion, die Konduktion, die Strahlung und die Verdunstung.

00:07:08: so Die ersten drei Sachen beziehen sich grundsätzliche immer auf die Temperatur.

00:07:12: Konvektion bedeutet wir haben einen gewissen Luftaustausch an der Haut Und wir geben letztendlich Wärmeenergie ab und sorgen so dafür, indem wir die abgeben.

00:07:23: Dass unser Körper sich dadurch reguliert – ich will gar nicht sagen runterkühlt in erster Linie aber zumindest mal die Möglichkeit hat diese Wärmenergie eben nicht zu staunen oder zu speichern und da durch die Körpertemperatur zu erhöhen sondern die erstmal loszuwerden.

00:07:38: Und das loswerden, das machen wir eigentlich genauso mit der Konduction und mit der Strahlung.

00:07:42: Also Konduktion ist nichts anderes als ich berühre etwas Kaltes.

00:07:46: Wenn ich mir ein Kühlpack auf die Haut lege dann habe ich da eine Kondektion und durch den Temperaturaustausch oder durch das Runterkühlen gebe ich letztendlich mehr Energie ab.

00:07:55: Bei der Strahlung ist es ähnlich.

00:07:57: Wir können uns das so vorstellen unser Körper funktioniert auch ein kleines bisschen wie ein Heizkörper.

00:08:02: Wir haben ja die Möglichkeit, einfach über eine gewisse Strahlungswärme auch da Energie los zu werden.

00:08:06: Das heißt diese ersten drei Möglichkeiten mit Wärme umzugehen das sind letztendlich erstmal Möglichkeiten die sich ausschließlich oder größtenteils sagen wir so auf die Temperatur beziehen.

00:08:20: Bei der Verdunstung ist es anders.

00:08:21: bei der Verdunstungen ist es ja so.

00:08:23: Es ist ja nichts anderes als manche werden jetzt sehen von euch im Video ich.

00:08:26: Ich bin gespannt, wie der Moment ankommt.

00:08:28: Aber ich lecke mir an über die Hand.

00:08:31: Die ist jetzt nass und wenn ich dann darüber puste ... Dann ist das kalt!

00:08:37: Und das ist durch diese Feuchtigkeit auch kälter als wenn ich mir einfach so bei den Armen gepustet hätte.

00:08:44: Diese Situation kennen wir aus dem Alltag zu Hauf.

00:08:47: Das ist nämlich nichts anderes was zum Beispiel beim Schwitzen passiert.

00:08:51: Dieser ganze Mechanismus ist dafür da dass wir eine gewisse Verdunstung haben können und das auch da durch den Feuchtigkeitsaustausch, wenn man so will oder das schwitzen.

00:09:02: Wir am Ende an den Punkt kommen Wärmeenergie abzugeben.

00:09:06: Die Besonderheit bei der Verdunstungen im Vergleich zu den ersten drei genannten liegt jetzt darin die hat nicht nur mit einer Abgabe oder Aufnahme von Temperaturen zu tun.

00:09:16: also natürlich ne Sache die zum Beispiel über heißen Temperaturens funktioniert.

00:09:21: einfach eine Konvektion nicht mehr.

00:09:23: dann können wir keine Wärme mehr nach außen abgeben, weil es draußen wärmer ist vielleicht als unsere Körperkerntemperatur im Zweifelsfall.

00:09:30: Bei der Verdunstung hängt das ganze ganz viel ab von der Luftfeuchtigkeit.

00:09:34: Ist die Luft um uns herum in der Lage diese Feuchtigkeit oder die wir abgeben wollen durch das Schwitzen und dann eben die angeknüpfte Verdunnstung?

00:09:46: Ist die luft in der lage das aufzunehmen?

00:09:50: Ihr merkt schon so langsam, aber sicher schließt sich ein kleines bisschen der Kreis zu meinem Anfangstake dass die Hitze in Kailua-Kona gar nicht das Problem ist.

00:09:58: Es war natürlich klar, dass noch ein Problem oder eine Herausforderung kommt und die liegt nämlich eben nicht rein in der Temperatur sondern viel mehr in der Höhe der Luftfeuchtigkeit weil Kailu Akuna sich natürlich vor allen Dingen auch dadurch auszeichnet oder Hawaii im Allgemeinen, dass es da halt eine sehr hohe Luftfeuchlichkeit gibt Und das wahrscheinlich der allergrößte Unterschied ist zwischen Hawaii und Frankfurt, zwischen Hawaii oder Texas.

00:10:22: Zwischen all den Rennen die so per se auch schon heiß sind.

00:10:26: Lanza rote gerade die Kanaren als Rennbeispiele... Auch da es sehr heiß ist!

00:10:30: Ja?

00:10:31: Wir erleben das in vielen anderen Rennen ja mittlerweile auch.

00:10:34: aber wenn wir jetzt die Luftfeuchtigkeit nebeneinander legen dann werden wir feststellen dass eben die Armin-Weltmeisterschaften auf Hawaii dann doch nochmal ein anderer Schnack sind und halt eben die ganz große Besonderheit in der Luftfeuchtigkeit liegt.

00:10:48: Bevor ich direkt zu den Erkenntnissen der Studie komme, möchte ich einmal noch zwei Dinge anbringen.

00:10:55: Die sind jetzt gleich für das Verständnis der Studier total wichtig.

00:11:00: Sache Nummer eins ist die sogenannte Kühlgrenztemperatur.

00:11:04: Fantastischer deutscher Begriff wie ich finde!

00:11:06: Und am Ende darf man sagen die Kühl-Grenztemparatur.

00:11:09: Das ist die Temperatur auf die sich ein Gegenstand abkühlt.

00:11:13: Der Gegenstand darf auch der Mensch sein, wenn man ihn nass macht und Luft darüber streichen lässt.

00:11:21: Ja also wir stellen uns das so vor es gibt dafür sogar passende Thermometer.

00:11:26: Die sehen dann so aus ich habe einen Thermometer da stülpe Ich eine Art Strumpf drüber Und er ist feucht und wenn ich dann einen gewissen Wind darauf Auslöse Dann ist klar, was passiert.

00:11:41: Wir haben eine gewisse Form von Verdunstung und die Frage ist welche Temperatur missten dieses Thermometer?

00:11:48: Also sinngemäß ein Stückchen das, was ja dann auch letztendlich passiert wenn wir schwitzen Und uns die frage stellen okay wie kann jetzt gerade die haut es schaffen sich runter zu kühlen?

00:12:01: durch die verdunstungs des schweißes oder der flüssigkeit und Der damit ein hergehenden Regulierung der Temperatur.

00:12:12: So, und diese Kühlgrenztemperatur spielt eine besondere Bedeutung weil das ist nicht einfach nur ne Oberflächentemperatur sondern es ist eben eine Temperatur die diese Verdunstung schon beinhaltet.

00:12:28: Darüber hinaus gibt es noch den sogenannten oder je nachdem ob jetzt Englisch oder Deutsch ausgesprochen aber die sogenannte WBGT.

00:12:39: Jetzt nicht aufhören zuzuhören, ja?

00:12:42: Ich versuche es so einfach wie möglich zu erklären.

00:12:44: Aber Achtung!

00:12:45: Dieser Wet-Bulb-Globe oder dieser Wet-bulb-globtemperature... Wir vergessen mal jetzt diesen ganzen, diesen Wortkomplex da, das ist die sogenannte Feuchtkupgel-Globetemperatur und was die am Ende des Tages tut is', es handelt sich dabei nicht in erster Linie um eine Temperatur Sondern um so eine Art Index, so müssen wir uns das vorstellen.

00:13:12: Dieser Index wird aber auch in Grad Celsius angegeben.

00:13:15: Deswegen ist das auf dem Papier eine Temperatur.

00:13:18: Aber es ist am Ende ein Index der sich zusammensetzt aus drei verschiedenen Faktoren nämlich erstens der Kühlgrenztemperatur und zwar zu größten Teilen.

00:13:28: Zweitens der Globetemperature Das ist eine Temperatur die hat mit Strahlung zu tun Also wie sich etwas aufheizt, wenn etwas angestrahlt wird und eben der Lufttemperatur.

00:13:42: Und warum ich das so ausführlich erzähle ist?

00:13:45: Weil auf Hawaii eben nicht einzig und allein die Frage stellt Wie warm ist es eigentlich?

00:13:52: Sondern wir wollen immer wissen, wie warm ist sie?

00:13:56: Wie ist die Luftfeuchtigkeit?

00:13:58: Selbstverständlich auch, wie ist der Wind?

00:13:59: Weil er trägt natürlich zur Verdunstung letztendlich auch Ballen und zur Konvektion.

00:14:05: Aber in dem Falle vor allen Dingen auch zu Verdunstungen.

00:14:08: Und deswegen ist dieser Index für uns so wichtig und vor allem auch so extrem wichtig wenn es jetzt gleich darum geht diese Studie zu verstehen ineinfachen worden.

00:14:18: Was diese Studie gemacht hat, ist die hat eine Arbeitsschutznorm untersucht.

00:14:22: wer es genau wissen will von euch.

00:14:24: Es war die ISO sieben zwei vier drei und das ist eine internationale Arbeitsform also die gilt in deutschland genauso.

00:14:31: Und was diese Arbeitsnorm sagt?

00:14:34: Ist dass wenn klimatische Bedingungen an einem Arbeitsplatz so-und-so sind und akklimatisierte Personen sich an diese Umstände angepasst haben, dann gilt für die eine höhere tolerierbare Temperatur als für den nicht akklimatisierten.

00:14:55: Warum das wichtig ist?

00:14:56: Klar wir brauchen auch nach an bestimmten Arbeitsplätzen eine gewisse Anpassung an die entsprechende Temperatur oder an die äußeren Umständen Und es zählt natürlich dann letztendlich auch nur der Akklimatisierte, den wir da gerade bewerten wollen wenn's um die Einhaltung von Arbeitsschutz geht.

00:15:11: Ist klar dass wenn wir jetzt jemanden völlig unakklimadisiert vor einen Kohlerofen stecken oder stellen ja dann wird er grundsätzlich erstmal nicht damit zurechtkommen.

00:15:20: Wenn dir das aber nach einer Anpassungszeit macht Dann dürfte das besser funktionieren.

00:15:26: und Die Frage der Studie ist gewesen unter entsprechenden Voraussetzungen wie lange brauchen wir für die Akklimatisation, um uns an diese bestimmten Bedingungen anzupassen.

00:15:39: Methoden sahen wie folgt aus?

00:15:40: Wir haben zwei Gruppen.

00:15:41: Es gab eine Gruppe, die sich akklimadisiert hat und eine Grupe, die nicht akklamadiert hat.

00:15:47: Das war unsere Kontrollgruppe.

00:15:48: Insgesamt gab es achtundzwanzig Teilnehmer nahezu helftig aufgeteilt.

00:15:52: Ich glaube, dreizehn-fünfzehn ist die Verteilung gewesen.

00:15:55: Und was sie dann gemacht haben ist ... Die haben eine Intervention gemacht, die waren in einer Klimakammer.

00:15:59: In dieser Klimakkammer hat's fünfdreißig Grad gehabt und mit einem Wettbulb-Globtemperatur von ca.

00:16:22: eine Lufttemperatur ist größer als die WBGT, weil die Luftfeuchtigkeit aber auch nicht Ganz so groß ist, wie sie dann zum Beispiel in Kailua-Kona sein könnte.

00:16:33: Nämlich nur in Anführungsstrichen bei sixty fünf Prozent liegt So und in dieser Kammer hat es letztendlich quasi keine Luftbewegung gegeben.

00:16:44: Die Luftbewege lag bei null Komma zwei Meter pro Sekunde also das war nahezu windstill.

00:16:49: Und dann ist das Prinzip immer wie folgt abgelaufen, die Probanden haben einen Teil gehabt bei dem sie zunächst gesessen haben.

00:16:56: Dann sind Sie dreißig Minuten Rad gefahren, bei eins Komma sieben fünf Watt pro Kilo Körpergewicht also einfach eine moderate Belastungsform oder eine moderate Intensität, die sie absolvieren mussten.

00:17:07: und dann gab es noch danach ein Teil, bei denen man sich weiterhin in dieser Kammer aufgehalten hat und versucht hat Die körperkern Temperatur über den sauberen Weg der Rektalmessung letztendlich beobachtet, Oberhalb von thirty-fünf Grad zu halten.

00:17:26: Das war letztendliche die Intervention der Akklimatisation.

00:17:30: also durch diese Intervention hat man versucht dafür zu sorgen dass die Gruppe die in der Aklimatisationsgruppe gewesen ist sich an eben diese Bedingungen aus warm und feucht anpasst.

00:17:48: Dann hat es Testverfahren gegeben, nämlich an der Zahl vier und diese Testverfahren sahen so aus dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich bewegt haben.

00:17:57: Und zwar bei achtundreißig Grad Lufttemperatur.

00:17:59: Die haben dann also eine gewisse Menge an Wärmeenergie produziert und haben dann bei einer immer gleichen Belastungsform auch da sich beweagt sind weiterhin Rad gefahren.

00:18:11: Und das Besondere bei diesem Testverfahren ist gewesen, dass die Luftfeuchtigkeit gestartet ist in diesem Raum von thirty-eight Grad.

00:18:18: Bei sechs Prozent Luftfeüchtigkeit also sehr trockene Hitze und dann ist es so gewesen, da alle fünf Minuten diese Luftfeuchtheit erhöht wurde um ein paar Prozentpunkte in dem Falle drei So, ihr könnt euch also überlegen was passiert.

00:18:32: Ich bin in einem heißen Raum.

00:18:33: am Anfang ist der Trockenheiß und danach wird er immer feuchter und feuchte und feuchtere und feichter.

00:18:38: Das heißt die Luftfeuchtigkeit nimmt deutlich zu.

00:18:43: Und jetzt das alles Entscheidende.

00:18:44: Der Messmechanismus ist dann wie folgt.

00:18:47: Ihr müsst euch das so vorstellen Wir haben eine WBGT auf der X-Achse und parallel dazu läuft eine Körperkerntemperatur Und diese Körper-Kerntemperatur, die klar am Anfang hebt, die sich ein kleines bisschen an, findet dann auf einem Plateau statt.

00:19:05: Achtendreißig Grad, sechs Prozent Luftfeuchtigkeit, moderate Bewegung.

00:19:09: So jetzt ist das einzige was sich an diesem Setting ändert Die ansteigende Luftfeuchlichkeit und irgendwann kommt unsere Körper- Kärntemperatur An einen Punkt an dem sie wegdriftet und zwar nach oben hin logischerweise.

00:19:24: und dass was da eintritt ist letztendlich die Situation, dass der Körper durch das Schwitzen und die versuchte Verdunstung aufgrund der großen Luftfeuchtigkeit in diesem Raum nicht mehr in der Lage ist diese Hitze über die Verdunstungen nach außen abzugeben.

00:19:46: Und wenn er das nicht hinbekommt dann ist die miese Situation, die dann entsteht, dass er die speichert.

00:19:52: und eine Speicherung von Wärme heißt unsere Körper-Kerntemperatur wärmt sich auf.

00:19:58: Und das Ganze ist letztendlich der wichtigste Teil dieser Studie gewesen.

00:20:03: Bei welcher WBGT findet der Drift der Körper-Kerntemperatur statt?

00:20:12: Vier Testverfahren, drei unter Belastung also dass eine nach Das erste Testverfahren als Baseline-Messung zu Beginn, das zweite Testverfahren nach fünf Tagen.

00:20:21: Das dritte Test Verfahren nach neun Tagen und das vierte Test verfahren nach der Akklimatisationsintervention.

00:20:27: Ich glaube drei oder vier Tage danach bin ich hundertprozentig sicher.

00:20:31: Und was dann entscheidend gewesen ist folgendes?

00:20:36: Und dass es das alles Entscheidende sollte jemals jemand von euch auf die Idee kommen sich auf den Iron Man auf Hawaii vorzubereiten nämlich Folgendes Die Anpassung die da stattgefunden hat, ist nach fünf Tagen schon leicht erkennbar.

00:20:55: als das sich nach fünf Tagen schon Anpassungen eingestellt haben.

00:20:59: Wie verminderte Herzrequenz bei der Belastung erhöhte reduzierte Kerntemperatur in Ruhe, erhöhte Schweißrate, verringerte Hauttemperaturen also alles klassische Mechanismen mit denen ich im Feld auch überprüfen kann, ob die Akklimatisation an die äußeren Umstände funktioniert hat.

00:21:23: Ja oder nein?

00:21:25: Jetzt aber die ganz große Besonderheit nämlich folgende Es hat keine Unterscheidung gegeben zwischen der Baseline-Messung und Tag Fünf Akklamatisation in Bezug auf den Drift der Körpertemperatur.

00:21:39: Mit anderen Worten Augenscheinlich sah das Ganze aus nach einem, nach einem ersten Anpassungsmechanismus.

00:21:48: Der Körper war aber noch nicht an die äußeren Umstände akklimatisiert und die WBGT bei der dieser Drift stattgefunden hat immer noch bei achtundzwanzig Komma fünf Grad gelegen genau wie bei der baseline Messung.

00:22:03: auch Die erste wir oder die richtige Anpassung die Stadt gefunden hat ist gewesen nach neun Tagen Bei denen ist das erste Mal einen signifikanten Unterschied gibt zwischen Baseline-Messung und WBGT Grenze.

00:22:18: Das heißt, der Drift der Körperkerntemperatur passiert zu einem späteren Zeitpunkt also bei einer höheren Luftfeuchtigkeit.

00:22:30: Mit anderen sportlichen Worten fünf Tage Anreisen vor Kyluakona ist zu spät Und das muss man an der Stelle ganz deutlich so sagen und ich erlaube mir dass sozusagen ohne Ausschweife.

00:22:44: Normalerweise bin ich ein großer Fan davon, immer auch noch mal bisschen zu relativieren und zu sagen ja aber wenn und so weiter und es gibt natürlich genügend Relativierung über die werden wir heute nicht sprechen.

00:22:55: Mechanismen, die ich machen kann als Intervention Zuhause um mich an dieser Akklimatisation oder vorzubereiten zum Beispiel.

00:23:02: Aber prinzipiell ist fünf Tage auf jeden Fall erstmal zu spät Und das zeigt vor allen Dingen auch letztendlich der, wie gesagt die WBGT Grenze als aber auch zum Beispiel der Drift in der oder anders Die Steigung In der Anpassung der rektalen Temperatur.

00:23:27: Es geht also nicht nur darum wann die WBGT-Grenze größer ist, sondern auch wie schnell steigt denn irgendwann die Körperkerntemperatur an.

00:23:37: Auch die hat den ersten Anpassungsmechanismus nach neun Tagen und noch nicht nach fünf Tagen.

00:23:46: Und wenn wir uns dann überlegen was das Ganze für den sportlichen Kontext bedeutet, dann müssen wir uns folgendes überlegen es gibt klimatische Bedingungen bei bestimmten Rennen vor Ort, die logischerweise Anpassung Zeit benötigen So, und an die unser Körper sich anpassen muss.

00:24:02: Und anpassen heißt ja in dem Falle wir brauchen eine Regulierung der Schweißrate Wir brauchen eine Regelung des Flüssigkeitshaushalts also wir werden mehr schwitzen deswegen werden wir mehr Flüssigkeit verlieren.

00:24:14: alles Mechanismen die in dieser wunderbaren Studie getestet worden sind.

00:24:18: Wir haben irgendwann eine reduziertere Körpertemperatur unter Belastung, wenn wir akklimatisiert sind.

00:24:24: Das Ganze sehen wir auf jeden Fall auch in der Herzfrequenz.

00:24:28: Dies ist ja so der klassische Parameter dafür um unseren gesamten Arbeitsaufwand auch in irgendeiner Form zusammenzufassen.

00:24:35: Je höher die ist, desto mehr Arbeit muss da offensichtlich an irgendeinem Stelle verrichtet werden und so weiter und sofort.

00:24:42: Und es gibt auf jeden fall Interventionen, die wir machen können die all diese gerade genannten Mechanismen vorbereiten.

00:24:53: Wir können uns in eine warme Badewanne legen nach der Belastung, wir können saunieren und so weiter und so fort.

00:24:58: ganz viele tolle Sachen von denen wir immer wieder feststellen auch die andere Literatur besagt das ja dass eben das durchaus zuträglich sein kann für diese Anpassungsmechanismen.

00:25:10: aber in quasi jeder Studie die zumindest ich kenne man korrigiere mich wenn es andere gibt Wenn es um sportliche Belastung geht, ist die Kernaussage immer.

00:25:20: Das sind Begleiterscheinungen oder Begleitenmechanismen, die man machen kann.

00:25:24: Aber nichts in der Akklimatisation an die Bedingung vor Ort ist so wertig wie das sein vor Ort und deswegen haben wir da gewisse Zeiträume, die wir bestenfalls einhalten sollten Wenn wir am Tag X unsere volle Leistungsfähigkeit abrufen wollen und wenn wir nicht die Situation haben wollen, dass unser Körper all diese Mechanismen noch nicht aus dem FF beherrscht.

00:25:56: Und in der Lage ist seine Körper-Kerntemperatur über diese Anpassung der Mechanismens letztendlich besser zu regulieren und somit natürlich in der Lage ist irgendwas zwischen siebenhalb bis vierzehnundhalb, achtzehneinhalb Stunden schwimmen Radfahren laufen.

00:26:15: Also eine fantastische Studie wie ich finde, auch wenn die jetzt vielleicht in der Situation gar nicht so indirekter Linie mit dem Sport zu tun hat.

00:26:24: Aber klar ist zusammengefasst auf Hawaii ist nicht die Hitze das einzige Problem sondern vor allen Dingen die Kombination aus Hitze Luftfeuchtigkeit als auch vor allem den Strahlung.

00:26:36: dann in der Hinsicht es kommt noch hinzu Gerade so Lava-Felsen sind ganz toll, wenn es um Strahlung geht.

00:26:44: Die würden wir uns am besten als Wärmequelle ins Haus stellen weil die Strahlen so toll ab und so weiter.

00:26:49: aber in diesen Lava Felsen wollen wir nicht unbedingt Sport machen.

00:26:53: deswegen ist das ganz klar so dass die Bedingungen wirklich wirklich krass sind.

00:26:59: ja Wenn wir wollen, dass wir da einen guten Wettkampf machen, dann müssen wir unserem Körper die Möglichkeit geben sich an diese sehr extremen Bedingungen vor Ort anzupassen.

00:27:12: Und das können wir vor allen Dingen machen.

00:27:14: über die Zeit vor Ort und jetzt weil es gerade akut ist habe ich ja viele in den letzten Wochen gehabt.

00:27:19: aber da geht's auch darum sich nicht allzu viel im klimatisierten Räumen aufzuhalten.

00:27:24: na klar will man darin schlafen!

00:27:26: Aber es geht halt auch wirklich darum im Training hinzugehen Und nach einer gewissen Anpassungsphase auch wirklich dann nach draußen zu gehen und in die Mittagshitze zu gehen.

00:27:36: Weil, das ist was am Rennentag passiert ist da werden wir in der Mittagshitze sein.

00:27:42: Dann müssen wir unserem Körper die Möglichkeit geben sich daran anzupassen.

00:27:45: Am Ende des Tages ist dieses ganze Thema Anpassung wie ein fantastisches Beispiel für das Prinzip der Homulostase.

00:27:56: Ja, und Humulostase heißt ja das Bestreben nach Gleichgewicht.

00:28:00: Und das hat unser Körper in ganz, ganz vielen Situationen?

00:28:04: Das hat er zum Beispiel beim Thema Blutzucker.

00:28:05: Da ist er in der Lage diesen Blutzuckerselber zu regulieren.

00:28:09: Einzige was er... Nee eigentlich gar nicht mal!

00:28:12: Er bräuchte theoretisch dazu nicht einmal Nahrung zumindest nicht für einen längeren Zeitraum weil er auch in der Lage wäre aus Körperverzellen am Ende ein Umbauprozess zu haben mit dem eher Zucker Ich sage es mal sehr in Anführungsstrichen, herstellen kann und so dafür sorgen kann dass der Blutzuckerspiegel auf einem halbwegs ausgeglichenen Level ist.

00:28:32: So!

00:28:33: Und genauso funktioniert das in vielen anderen Bereichen wenn wir zum Beispiel denken an unseren Natriumhaushalt Und anders schwitzen und an die Funktionen sanieren.

00:28:43: Die kriegen das selber hin, sie brauchen klar ein bisschen Natrium oder ein bisschen Salz in der Nahrung und auch in der Flüssigkeit natürlich.

00:28:51: aber die sorgen ganz selbstständig dafür wenn wir da zu viel von haben geben die das ab über den Schweiß und die brauchen halt eben nur soviel wie nötig ist.

00:28:59: Das können die selber.

00:29:00: Bei der Körpertemperatur ist es vom Prinzip her genauso.

00:29:03: Auch da ist unser Körper in der Lage auch krasse äußere Umstände zu verkraften.

00:29:09: Aber wir müssen ihm die Möglichkeit geben, sich daran anzupassen.

00:29:13: Je nachdem wie extrem die Möglichkeiten bei irgendwelchen Wettkämpfen sind ist der Anpassungszeitraum natürlich ein bisschen auch vielleicht zeitlich unterschiedlich.

00:29:21: Klar ist die Studie auch nur fünf und neun Tage.

00:29:24: Wir wissen noch nicht unbedingt was an Tag sechs und an Tag acht passiert Da darf ich aber auch ganz klar sagen das brauchen wir gar nichts zu wissen weil Wir da in einem Bereich angekommen sind, wo die intraindividuellen also eure eigenen persönlichen Anpassungsmechanismen viel wichtiger sind als jetzt auf irgendeine Zahl in einer Studie zu gucken.

00:29:45: Die dann auf eine Grundgesamtheit gilt.

00:29:49: und deswegen wenn ihr das nächste Mal einen Rennen anstehen habt bei denen die klimatischen Bedingungen eben nicht so sind wie Zuhause, dann hey macht euch da auf jeden Fall Gedanken zu.

00:29:59: Findet die Anpassung?

00:30:01: Bei Marathon auf Hawaii ist das sicherlich die extremste Variante.

00:30:05: Vor allen Dingen auch, weil dann noch die C-Kardianrhythmik hinzugekommt der Jetlag, der Reisestress und alles was dazugehört.

00:30:10: also eine spannende Herausforderung Und umso mehr freuen wir uns jetzt auf Sommstag wenn wir uns den ganzen Spaß anschauen können.

00:30:17: Ich wünsche euch ganz viel Spaß dabei und sage Danke und bis nächste Woche Donnerstag Macht's gut!

00:30:22: Ciao.

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